Bacta stellt sich den Plänen der britischen Regierung, Genehmigungen für Spielhallen einzuschränken
Pieter de Vries15. August 2026
Die britische Branchenvereinigung für Spielhallen, Bacta, hat diese Woche bekanntgegeben, dass sie die Regierungspläne zur Abschaffung der gesetzlichen Anforderung „Zweck der Erlaubnis“ anfechten wird. Diese Änderung würde es lokalen Behörden ermöglichen, Anträge auf neue Adult Gaming Centres (AGCs) leichter abzulehnen.
Geplante regulatorische Änderungen
Nach dem aktuellen Gambling Act von 2005 müssen Genehmigungsbehörden Anträge auf neue Glücksspielstätten genehmigen, es sei denn, es werden spezifische Risiken für die Lizenzierungsziele identifiziert. Die Räte haben argumentiert, dass dieser Rahmen ihre Fähigkeit einschränkt, Spielstätten in Gebieten einzuschränken, in denen Spielhallen als schnell wachsend wahrgenommen werden. Die aktualisierten Vorschriften werden zudem neue Baugenehmigungen für 24-Stunden-Adult-Gaming-Centres und Vape-Shops vorschreiben, zusammen mit einer reduzierten Gewerbesteuerentlastung für Einrichtungen, die als gesellschaftsschädlich eingestuft werden.
Branchenreaktion und Zeitplan
Bacta bestreitet die Charakterisierung des Sektors als schnell wachsend. Aufzeichnungen der Gambling Commission zeigen, dass die Anzahl der Adult Gaming Centres von 1.610 im Jahr 2015 auf 1.415 im Jahr 2025 zurückgegangen ist, was einem Verlust von etwa 200 Standorten im Laufe des Jahrzehnts entspricht. Bacta-Präsident Joseph Cullis erklärte, der Vorschlag gruppiere lizenzierte Spielhallen fälschlicherweise mit nicht regulierten Betrieben zusammen. Er wies darauf hin, dass die Mitgliedsstätten unter strenger regulatorischer Aufsicht operieren, soziale Verantwortungsstandards einhalten und lokale Beschäftigung sowie wirtschaftliche Aktivitäten unterstützen. Premierminister Andy Burnham hat die Maßnahmen Anfang dieser Woche vorgestellt. Die Regierung wird eine sechswöchige Konsultation zu den vorgeschlagenen Änderungen durchführen, wobei die Umsetzung Anfang 2027 erwartet wird. Bestehende Spielstätten werden während dieser Zeit weiterhin nach den geltenden Vorschriften betrieben. Das britische Glücksspiel-Portfolio ist seit Beginn der Überprüfung des Gambling Act bereits neunmal gewechselt, wobei Vicky Foxcroft derzeit als Ministerin fungiert.
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